Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

Dr. Christof Beyer

Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 327
69120 Heidelberg

christof.beyer@histmed.uni-heidelberg.de
+49 (0)6221-548212


Vita

Studium der Kulturwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Universität Bremen (Magister, 2004). Psychiatriehistorische Promotion im Fach Kulturanthropologie an der Universität Mainz (Dr. phil., 2009). Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin der Medizinischen Hochschule Hannover (2011-2017) sowie an den Instituten für Geschichte und Ethik der Medizin der TU München (2013-2016) und der Universität Halle-Wittenberg (2016-2017).
Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zur Psychiatriegeschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Mehrjährige Tätigkeit im Museums- und Gedenkstättenbereich zum Thema Psychiatrie im Nationalsozialismus, darunter im DFG-Projekt „Erinnern heißt Gedenken und Informieren. Die nationalsozialistische ‚Euthanasie‘ und der historische Ort Tiergartenstraße 4 – Ein Erkenntnistransferprojekt“ (2013-2016).

Derzeit in wissenschaftlichen Forschungsprojekten zu „Leid und Unrecht in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland und der DDR nach 1949“ (Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) sowie zu „Medikamentenversuchen in psychiatrischen Einrichtungen Schleswig-Holsteins zwischen 1949 und 1975“ (Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, Universität zu Lübeck) tätig.

Ausführliches Curriculum vitae als pdf-Download

  

Forschungsschwerpunkte

  • Psychiatriegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Medizin im Nationalsozialismus
  • Gedenken und Erinnerungskultur
  • Visuelle Kultur seelischer Abweichung

 

Aktuelles Forschungsprojekt

Wissenschaftliche Aufarbeitung des Leids und Unrechts, das Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und stationären psychiatrischen Einrichtung in der Zeit vom 23. Mai 1949 bis 31. Dezember 1975 (BRD) und vom 7. Oktober 1949 bis 2. Oktober 1990 (DDR) erfahren haben.


Ausgewählte Publikationen

  • Beyer, C (2019). In Gegenwart der Vergangenheit. Die Reintegration von Täterinnen und Tätern der NS-»Euthanasie« in Niedersachsen nach 1945. Köln: Psychiatrie-Verlag.
  • Beyer, C (2019). Ästhetik des Psychedelischen. Befreiungsversuche im Kino. Body Politics 6, Heft 10, 143–166 (mit Benjamin Moldenhauer)
  • Beyer, C; Nolte, K (2018). Psychiatriepflege nach 1945. In: Hähner-Rombach S; Pfütsch, P (Hg.): Geschichte der Krankenpflege und anderer nichtärztlicher Gesundheitsberufe nach 1945. Ein Studien- und Lehrbuch. Frankfurt/Main, 65–90.
  • (Mitarbeit) Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Hg.) (2015). Tiergartenstraße 4. Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. Berlin: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Ausführliches Publikationsverzeichnis mit Vorträgen als pdf-Download

 

 

Mitgliedschaften

Fachverband Medizingeschichte e.V.