Institut für Geschichte und Ethik der Medizin


Dr. phil. Birgit Nemec

Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 327

69120 Heidelberg

birgit.nemec@histmed.uni-heidelberg.de

Tel.: +49 (0)6221-544816

 

 

 

 

 

Vita

Birgit Nemec ist Stipendiatin im Brigitte-Schlieben-Lange-Programm und Leiterin der BMBF/DLR-Forschergruppe „Risikokinder. Eine Wissenschafts- und Gesellschaftsgeschichte der Schwangerschaft und Reproduktion“. Gemeinsam mit Jesse Olszynko-Gryn (Glasgow) leitet sie das DFG/AHRC Verbundprojekt „Risky Hormones, Pregnant Patients and the Contested Science of Birth Defects: The rise and fall of hormone pregnancy tests, 1950-1980s“.


Nach einem Studium der Geschichte und Cultural Studies in Wien und Rom sowie einer Ausbildung im Kulturmanagement arbeitete sie einige Jahre im Kultur- und Museumsbereich. Sie war anschließend Stipendiatin im Graduiertenprogramm 'The sciences in historical, cultural and philosophical contexts' der Universität Wien und Forschungsstipendiatin an der Medizinischen Universität Wien. Längere Gastforschungsaufenthalte verbrachte sie am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, am Department for History and Philosophy of Science der Universität Cambridge und am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte der Humboldt Universität Berlin. Ihre Dissertation, die Teil zweier interdisziplinärer Projekte zur Erforschung der Schnittstellen von Künsten und Medizin war, erscheint im Herbst 2020 bei Wallstein unter dem Titel Norm und Reform. Anatomische Körperbilder in Wien um 1925.


Seit 2015 ist Birgit Nemec als Forscherin am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Heidelberg tätig. Aktuell interessiert sie sich für die Rolle von Patient/-innen und Aktivist/-innen in der Aushandlung von Wissen, Konzepten und Praktiken in der Neuen Geschichte der Reproduktion.

Ausführliches Curriculum vitae als pdf-Download



Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte von Schwangerschaft und Reproduktion im 20. Jahrhundert
  • Geschichte kritischer sozialer Bewegungen (Frauengesundheitsbewegung, Patient Activism u.a.) in der neueren Geschichte der Medizin und Wissenschaften  
  • Geschichte der Humangenetik, der genetischen Beratung und der genetischen Diagnostik
  • Visuelle und materielle Kulturen der Wissenschaften im 20. Jahrhundert
  • Stadtgeschichte und Gedächtnispolitik


Aktuelle Forschungsprojekte

„Risikokinder“. Eine Wissenschafts- und Gesellschaftsgeschichte der Schwangerschaft und Reproduktion in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts


Risky Hormones, pregnant patients and the contested science of birth defects: the rise and fall of hormone pregnancy tests in the FRG and UK, 1950-81

 

Aktuelle Publikationen

  • Nemec, B (2020). Norm und Reform. Anatomische Körperbilder in Wien um 1925. Wallstein. 
  • Nemec, B (2020). Health Care and Social Hygiene, in: McFarland, R; Zechner, I; Vasold, G (Hg.). Red Vienna Sourcebook. Columbia MD: Camden House.
  • Nemec, B; Zimmer, F (2019). Wie aus Umweltforschung die genetische Pränataldiagnostik entstand. NTM 27 (1), 39–78.
  • Bäumel, S; Tytgat, H L P; Nemec, B; Schmidt, R; Chia, L W; Smidt, H (2018). Fifty Percent Human – How art brings us in touch with our microbial co-habitants, in: Microbial Biotechnology 11 (4), 571–574.
  • Nemec, B; Moser, G (2017). Counselling, Risk and Prevention in Human Genetic Early Diagnosis in the Federal Republic of Germany. in: Petermann, H; Harper, P; Friedman, J; Doetz, S (Hg.). History of Human Genetics. Heidelberg: Springer, 367–392. 


Ausführliches Publikationsverzeichnis mit Vorträgen als pdf-Download

 

Mitgliedschaften

Die Junge Akademie


Arbeitsgruppe für Geschichte der Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften    (Organisationskomitee)


Forschungsnetzwerk BTWH - The Emergency of Modernity


GWMT, Gesellschaft für die Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik


AK Geschichte der Sexualitäten