Institut für Geschichte und Ethik der Medizin


Dr. Alessandra Parodi

Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 327

69120 Heidelberg

alessandra.parodi@histmed.uni-heidelberg.de

Tel.: +49 (0)6221-548212

 

 

 

 

 

Vita

Dr. Alessandra Parodi wurde 1965 in Genua geboren und legte dort 1984 ihr Abitur ab. Sie studierte in Genua Philosophie und Kulturwissenschaften, erwarb ihren ersten Abschluss („Laurea“) 1989. 1990/91 ging sie mit einem Austauschstipendium des Italienischen Außenministeriums an das Philosophische Seminar der Universität Bern. 1992-96 schloss sich ein vierjähriges Doktorandenstipendium der Universität Genua an, 1993 ein Forschungsaufenthalt am Institut für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Medizinischen Universität Lübeck. 1994-1996 forschte sie mit einem erweiterten Doktorandenstipendium am Institut für Geschichte der Medizin der Ruprecht-Karls-Universität. 1997 promovierte sie dann an der Universität Bologna zum „Dottore di Ricerca“ (= Dr. Phil.) und erhielt darauffolgend zwei weitere Post-Doc-Stipendien.

Seit dieser Zeit engagierte sie sich in der Erwachsenenausbildung und als Lehrbeauftragte am Zentralen Sprachlabor der Universität Heidelberg, am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin in Heidelberg und am dortigen Romanischen Seminar. Sie führte bis heute Präsentationen auf Tagungen und Kolloquien an Universitäten Italiens und Deutschlands durch und bot an den Universitäten Genua, Turin und Bologna Lehrveranstaltungen an. Vom März 2011 bis März 2014 verfasste sie auf der Basis eines DFG-Projektes bei Prof. Wolfgang Eckart, damaliger Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Heidelberg, eine Monografie über „Krankheitskonzepte im Faschismus und Nationalsozialismus im Vergleich. Das Beispiel der Infektionskrankheiten Syphilis, Tuberkulose und Diphtherie“ (Druck in Vorbereitung). Im Mai 2018 erwarb sie das Zertifikat DITALS II LIVELLO (Didattica dell’Italiano a Stranieri, Università per Stranieri/Siena), im Oktober desselben Jahres das Baden-Württembergische Zertifikat für Hochschuldidaktik. Seit Dezember 2019 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Heidelberg auf Basis ihres DFG Projekts über „Hygiene exportieren, mit Gesundheit experimentieren. Die italienische Kolonialmedizin im Versuchsfeld Libyen 1912-1940“. Insgesamt hat sie bis heute 35 Publikationen zur Medizingeschichte vorzuweisen.

Ausführliches Curriculum vitae als pdf-Download



Forschungsschwerpunkte

  • Gesundheitspolitik in internationaler komparativer Perspektive
  • Gesundheitssysteme im italienischen Faschismus und Nationalsozialismus
  • Impfdebatte und Ansteckungsbegriffe im 19. und 20. Jahrhundert
  • Lebensreformbewegungen
  • Erster Weltkrieg und Gesundheitssysteme
  • Infektionskrankheiten (Tuberkulose, Syphilis)


Aktuelles Forschungsprojekt

Hygiene exportieren, mit Gesundheit experimentieren. Die italienische Kolonialmedizin im Versuchsfeld Libyen 1912-1940  (DFG, Laufzeit Dezember 2019 – November 2021)



Ausgewählte Publikationen 

  • Parodi, A (1998). Le cause tra medicina e filosofia, Genova: Erga.
  • Parodi, A (2002). Storie della medicina, Turin: Edizioni di Comunità.
  • Parodi, A (Hg). Risk and Medicine, Risk in Medicine, in: Topoi. An International Review of Philosophy, 23, 2, 2004.
  • Parodi, A ( 2000). Cause, spazi e contagi, in: Rivista di Estetica 3, 77–101.
  • Parodi, A (2013). Infizierte Soldaten, hungernde Zivilisten: Die Gesundheitsentwicklung Italiens im Ersten Weltkrieg, in Medizin, Gesellschaft und Geschichte 31, 67–94.

Ausführliches Publikationsverzeichnis mit Vorträgen als pdf-Download