Select languageSelect language
Nummer: 134/2017 vom 23.11.2017

Der vermessene Patient

Das Symposium findet im Hörsaal der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg statt.
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Symposium Klinische Ethik zum Thema "Self-Tracking, Big Data und seine Auswirkungen auf das Krankenhaus von morgen" am Dienstag, 28. November 2017, in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg / Bevölkerung ist herzlich eingeladen


Wie wirkt sich das sogenannte "Self-Tracking" mithilfe von Gesundheits-Apps und Online-Patiententagebüchern auf den Einzelnen aus? Vor welche ethischen und rechtlichen Herausforderungen stellen "Big Data" Krankenhäuser und Gesundheitswesen? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus des diesjährigen Symposiums Klinische Ethik mit dem Titel "Self-Tracking, Big Data und seine Auswirkungen auf das Krankenhaus von morgen": Ärzte, Patienten, Journalisten und alle Interessierten sind dazu am Dienstag, 28. November 2017, von 17 bis 20 Uhr herzlich in den Hörsaal der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

 

Die Menge der weltweit verfügbaren Daten steigt rasant an. Im Gesundheitsbereich arbeiten immer mehr Ärzte, Forscher und Firmen mit "Big Data". Gesundheitsbezogene Daten werden über soziale Netzwerke, mobile Apps oder Online-Patiententagebücher gesammelt. Mit den neuen technischen Möglichkeiten können Daten immer schneller und effektiver ausgewertet und mit anderen Daten verknüpft werden. Diese Entwicklung bringt sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft ethische und rechtliche Herausforderungen mit sich.

 

Für den Einzelnen ermöglicht das sogenannte "Self-Tracking" eine immer umfassendere Selbstüberwachung. Welche Auswirkungen sich daraus auf die Selbstwahrnehmung und die Freiheit, über diese Daten selbstbestimmt zu verfügen, ergeben, ist derzeit eine spekulative Frage. In der Gesundheitsversorgung bietet die Datenfülle Chancen für die Weiterentwicklung von Diagnostik und Therapie, allerdings auch Herausforderung bei der Interpretation der Daten. Zunehmend wird die Sorge laut, dass die Beschäftigung mit Daten den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt verdrängen könnte.

 

Das Symposium wird federführend von Dr. Beate Herrmann, Vorsitzende des Klinischen Ethik-Komitees des Universitätsklinikums Heidelberg, in Kooperation mit dem Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät Heidelberg organisiert und von der Katholischen und Evangelischen Klinikseelsorge unterstützt. Ärzten wird die Teilnahme mit vier Fortbildungspunkten der Landesärztekammer bescheinigt.

 

 

Programm des Symposiums:

  • Selbstvermessung und seine Auswirkungen auf das Selbstbild, die Beziehung zu anderen und auf die Gesellschaft als Ganzes - Prof. Dr. Stefan Selke, Universität Furtwangen
  • Das Gesundheitswesen von morgen: Wie verändern Methoden des Self-Trackings das Gesundheitswesen? - Florian Schuhmacher, Digital Health Consultant, Gründer der deutschen Quantified Self Community
  • Pay as you live: Gesundheits- und Lifestyle-Daten als Grundlage für die Ausgestaltung  von Versicherungsverträgen? - Dr. Manuela Pfinder, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung und Qualitätsmanagerin der AOK Baden-Württemberg.
  • Der digitale Patient: Welche Krankendaten liegen de facto schon digitalisiert vor? -
    Dr. Björn Schreiweis, Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung Medizinische Informationssysteme

 

Weitere Informationen im Internet:

Klinische Ethikberatung, Universitätsklinikum Heidelberg

Programm-Flyer Symposium


Kontakt Medien

Doris Rübsam-Brodkorb
Pressesprecherin
Leiterin Ukom
Tel.: 06221 56-5052
Fax: 06221 56-4544
Opens window for sending email E-Mail

Julia Bird
Stellvertretende Pressesprecherin
Tel.: 06221 56-7071
Fax: 06221 56-4544
Opens window for sending email E-Mail

weitere Informationen

Dr. Beate Herrmann, Vorsitzende des Klinischen Ethik Komitees Medizinische Universitätsklinik
Medizinische Universitätsklinik, Im Neuenheimer Feld 410
E-Mail