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Medizinische Fakultät Heidelberg
Nummer: 2018/36 vom 22.03.2018

Mütter und Familien mit Baby als Studienteilnehmer gesucht

Zwei neue Studien des Zentrums für Psychosoziale Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg untersuchen die Eltern-Kind-Beziehung bei psychischen Problemen der Mutter sowie eine neue Möglichkeit, die emotionale Bindung zum Kind zu stärken


Was für die meisten frischgebackenen Mütter ganz selbstverständlich ist, will sich bei anderen Frauen einfach nicht einstellen: die innige Beziehung zum Baby mit dem damit einhergehenden Glücksgefühl - dem "Baby-Honeymoon". Die eingeschränkte emotionale Bindung zum eigenen Kind belastet die betroffenen Mütter stark. Hilfe könnte eine neue Methode des Neurofeedbacks bieten, die nun am Zentrum für Psychosoziale Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg im Rahmen einer Studie angeboten wird. Dabei üben betroffene Mütter im Magnetresonanz-Tomographen (MRT), ihre Gehirnaktivität in Reaktion auf Bilder ihres Kindes positiv zu beeinflussen. Die Wissenschaftler untersuchen in der Studie, ob sich diese Form der Intervention dazu eignet, die frühe Mutter-Kind-Beziehung zu verbessern, die Mütter zu entlasten und somit eine positive Entwicklung des Säuglings zu fördern.

 

Zur Studienteilnahme eingeladen sind sowohl Frauen, die sich eine bessere Bindung an ihr Kind wünschen, als auch Frauen, die sich bereits gut an ihr Kind gebunden fühlen. Die Studienteilnahme beinhaltet mehrere Termine zwischen dem dritten und zwölften Monat nach der Geburt, an denen unter anderem Interviews stattfinden und die Mutter-Kind-Interaktion erfasst wird. Bei allen Müttern finden Untersuchungen im MRT statt; bei Müttern mit Bindungsproblemen werden zusätzlich drei Trainingseinheiten im MRT durchgeführt.  Das MRT stellt eine nicht invasive sowie schmerz- und strahlenfreie Untersuchungsmethode dar, Medikamente kommen nicht zum Einsatz. Nicht betroffene Mütter mit einer guten Beziehung zu ihrem Baby leisten durch ihre Teilnahme einen wertvollen Beitrag, die Effektivität des neuen Therapiekonzepts zu beurteilen. Die Studie wird von der Dietmar Hopp Stiftung gefördert.

 

Interessentinnen wenden sich bitte an die Studienleiterinnen Dr. Monika Eckstein und Dr. Anna-Lena Zietlow

Tel. 06221 56-32934

E-Mail  NeMuK.info@med.uni-heidelberg.de



 

Wenn die Mutter unter Depressionen oder Ängsten leidet: Wie wirkt sich die Interaktion zwischen Eltern und ihrem Baby auf dessen Entwicklung aus?

 

Häufige Ursache für eine beeinträchtigte emotionale Bindung zum Baby sind psychische Probleme: Depressionen oder Angststörungen in der Zeit rund um die Geburt stellen eine große Herausforderung für die gesamte Familie dar. In der COMPARE-Studie untersuchen Wissenschaftler aus Heidelberg und München die Zusammenhänge zwischen mütterlichen depressiven Symptomen sowie Ängstlichkeit und der frühkindlichen Entwicklung. Dabei interessieren sie sich besonders für die Rolle des Vaters und der innerfamiliären Beziehungen. Die Ergebnisse der Studie sollen als Grundlage zur Entwicklung geeigneter Hilfsangebote für betroffene Familien dienen.

 

Psychische Probleme in der Zeit rund um die Geburt sind keine Seltenheit: So leiden beispielsweise sechs Prozent der Mütter nach der Entbindung unter Depressionen, etwas mehr als jede zehnte wird von belastenden Ängsten geplagt. Die psychische Erkrankung der Mutter kann die Interaktion mit dem Baby beeinträchtigen, der - so zeigt die Forschung - eine entscheidende Rolle für die kindliche Entwicklung zukommt.

 

Gesucht werden sowohl nicht betroffene Familien mit Baby sowie Familien, in denen die Mütter seit der Schwangerschaft oder der Zeit rund um die Geburt unter psychischen Belastungen wie depressiven Stimmungen und / oder verstärkten Angstgefühlen leiden. Die Studie begleitet die Familien über die ersten beiden Lebensjahre des Kindes. In dieser Zeit werden die Eltern mit Kind zu mehreren Terminen, beginnend drei Monate nach der Geburt des Kindes, eingeladen. Dabei werden unter anderem das Interaktionsverhalten zwischen Eltern und Kind sowie der Eltern untereinander aufgezeichnet und die kindliche Entwicklung spielerisch erfasst. Die unterstützende Funktion des Vaters ist zudem ein wichtiger Gegenstand der Studie.

 

Interessenten wenden sich bitte an Dr. Nora Nonnenmacher

Tel. 06221 56-34438

E-Mail COMPARE.Studie@med.uni-heidelberg.de

 

Weitere Informationen:
https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Studienteilnahme.143340.0.html

https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Studienteilnahme.141289.0.html#c176055

 


Kontakt Medien

Doris Rübsam-Brodkorb
Pressesprecherin
Leiterin Ukom
Tel.: 06221 56-5052
Fax: 06221 56-4544
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Julia Bird
Stellvertretende Pressesprecherin
Tel.: 06221 56-7071
Fax: 06221 56-4544
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