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Medizinische Fakultät Heidelberg
Nummer: 102 / 2014 vom 23.07.2014

Bahnbrechende Arbeiten zu Schlaganfall, Herzerkrankungen und dem Hepatitis C-Virus

Professor Dr. Werner Hacke, Ärztlicher Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg.
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Professor Dr. Hugo A. Katus, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie, Medizinische Universitätsklinik Heidelberg.
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Professor Dr. Ralf Bartenschlager, Leiter der Abteilung für Molekulare Virologie am Zentrum für Infektiologie des Universitätsklinikums Heidelberg.
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Drei Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg sind in der Thomson-Reuters-Liste 2014 der meistzitierten Forscher weltweit zu finden


Wer in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht und häufig zitiert wird, treibt die Entwicklung in seinem Fachgebiet maßgeblich voran. Zu den weltweit am häufigsten zitierten Wissenschaftlern gehören drei Mitglieder der Medizinischen Fakultät Heidelberg: der Neurologe und Schlaganfall-Experte Professor Dr. Werner Hacke, der Kardiologe Professor Dr. Hugo Katus, der für seine Arbeiten zur Herzinfarktdiagnostik und zu genetischen Ursachen und Behandlung der Herzschwäche international bekannt ist, und der Biologe und Virenforscher Professor Dr. Ralf Bartenschlager.Er hat in den vergangenen zehn Jahren grundlegende Arbeiten zur Molekularbiologie der Hepatitis C-Viren publiziert und den Grundstein für die Entwicklung hoch-effizienter Therapeutika der chronischen Hepatitis C gelegt.

 

Die Liste der meistzitierten Wissenschaftler wird alle zehn Jahre vom amerikanischen Medienkonzern Thomson Reuters herausgegeben und beruht auf "Hot Papers" aus den Jahren 2002-2012. Ihre Zitierung wird von der Wissensdatenbank "Science Citation Index" ausgewertet. Weltweit wurden rund 3.200 Forscherinnen und Forscher aus 21 Wissenschaftsgebieten, u.a. klinische Medizin und biomedizinische Grundlagenforschung, gelistet. Dazu gehören auch neun Wissenschaftler der Universität Heidelberg, Mediziner, Astronomen, Biologen, Mathematiker und Chemiker. Von den 402 weltweit gelisteten klinischen Wissenschaftlern sind 17 in Deutschland tätig, die meisten als Kardiologen.

 

Der Ärztliche Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg, Professor Dr. Werner Hacke, gehört aufgrund seiner bahnbrechenden Arbeiten zur Vorbeugung und Behandlung des Schlaganfalls zu den Spitzenforschern seines Fachs. Als einziger Heidelberger Kliniker war er auch schon in der Liste 2004 aufgeführt. In mehreren klinischen Studien, die in renommierten medizinischen Journalen wie dem "New England Journal of Medicine" und "Lancet" veröffentlicht worden sind, hat Professor Hacke mit Kollegen nachgewiesen, dass die frühzeitige Auflösung eines Blutgerinnsels im Gehirn die Chancen von Patienten wesentlich verbessern kann. 2008 wurde Professor Hacke vom "Lancet" für die weltweit wichtigste medizinische Veröffentlichung des Jahres ausgezeichnet.

 

Der Ärztliche Direktor der Universitätsklinik Heidelberg für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie, Professor Dr. Hugo A. Katus, gehört zu den international führenden Wissenschaftlern seines Faches. Sein fundamentaler Beitrag in der Kardiologie - nämlich die Erfindung des Troponintests - hat zu einer Revolution der Diagnostik von Herzmuskelschädigungen geführt. Anhand des Bluttest auf das Herzmuskelprotein Troponin kann seitdem ein Herzinfarkt rasch und sicher festgestellt und behandelt werden. Diese Arbeiten haben zu einem Paradigmenwechsel in der Kardiologie beigetragen und Eingang in die Leitlinien internationaler Fachgesellschaften gefunden. In den vergangenen Jahren hat er erfolgreich über die Behandlung des akuten Koronarsyndroms und die molekularen Ursachen der Herzmuskelschwäche gearbeitet und publiziert.

 

Professor Dr. Ralf Bartenschlager leitet die Abteilung für Molekulare Virologie am Zentrum für Infektiologie des Universitätsklinikums Heidelberg. Er hat maßgeblich zur Entdeckung von Angriffszielen zur Therapie der Hepatitis C-Virus-Infektion beigetragen und als erster Wissenschaftler ein Vermehrungssystem für dieses Virus in Zellkulturen entwickelt. Damit hat er sein Forschungsfeld ganz wesentlich beeinflusst und den Grundstein für die Entwicklung von neuen Medikamenten gegen das Hepatitis C-Virus gelegt, mit denen heute die Mehrzahl der Patienten geheilt werden kann. Weitere Forschungsarbeiten der vergangenen zehn Jahre befassten sich mit der Wechselwirkung des Hepatitis C-Virus mit dem Immunsystem sowie dem Studium des weltweit häufigsten durch Stechmücken übertragenen Virus, dem Dengue Virus.

 

 

Information im Internet:

Thomson-Reuters-Liste 2014

Wissenschaftler der Universität Heidelberg auf der Thomson-Reuters-Liste 2014

 

 

Information zu Professor Dr. Werner Hacke

Information zu Professor Dr. Hugo A. Katus

Information zu Professor Dr. Ralf Bartenschlager

 

 


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