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Medizinische Fakultät Heidelberg
Nummer: 100/2014 vom 18.07.2014

Wie lange halten moderne Zahnkronen und Brücken aus Vollkeramik?

Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Heidelberg sucht Teilnehmer für Studien zu vollkeramischem Zahnersatz


Die Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Heidelberg sucht für Langzeitstudien Teilnehmer, die neu Zahnkronen oder -brücken benötigen und längerfristig zu regelmäßigen Nachkontrollen in halb- oder einjährigen Abständen bereit sind. Im Rahmen der Studien wollen die Heidelberger Wissenschaftler überprüfen, wie sich metallfreier Zahnersatz aus modernen Zirkonoxid-Keramiken unter langjähriger Beanspruchung bewährt und wie zufrieden die Patienten damit sind. Die neuste Generation von Zahnkronen und Brücken aus Zirkonoxid-Keramiken kommt mit einer sehr geringen Wandstärke aus: In der Regel muss weniger als ein Millimeter Zahnsubstanz abgeschliffen werden, um den Zahnersatz anzupassen.

 

Interessenten können sich gerne kostenfrei im Ambulanzdienst der Poliklinik für Zahnersatzkunde vorstellen und weitere Informationen zu den geplanten Studien erhalten.

 

Bis vor wenigen Jahren wurden Kronen und Brücken zum Ersatz fehlender Zähne aus Goldlegierungen gefertigt, die im sichtbaren Bereich bei Bedarf mit einer dünnen Keramikschicht verblendet wurden. Heute wünschen Patienten jedoch nicht nur einen funktionell einwandfreien Zahnersatz, sondern auch eine ästhetisch optimale Versorgung ohne dunkle Metallränder am Zahnfleischrand. Bei drastisch gestiegenen Goldpreisen sollen Kronen und Brücken außerdem bezahlbar bleiben.

 

Dank moderner CAD/CAM-Technik (Computer Aided Design/Computer Aided Manufacturing) werden inzwischen selbst große Brücken aus hochfesten Keramiken ohne Metallgerüst hergestellt. Die ersten Zirkonoxid-Keramiken waren jedoch undurchsichtig weiß und mussten mit zahnfarbenen Verblendkeramiken abgedeckt werden. Diese zusätzlichen Verblendungen benötigten zum einen Platz, der durch Abschleifen der Zähne geschaffen wurde, und platzten zum anderen häufig ab. Modernere Zirkonoxid-Keramiken sind transparenter und lassen sich daher individuell, der Zahnfarbe entsprechend, einfärben; eine Verblendung ist nicht mehr nötig. Dadurch fällt die Materialstärke des Zahnersatzes geringer aus, mehr Zahnsubstanz kann erhalten werden und die Kosten für die Verblendung fallen weg.

 

Anmeldung, Terminvergabe und weitere Informationen unter:

Leitstelle Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik

Tel.: 06221 56-6040


Kontakt Medien

Doris Rübsam-Brodkorb
Pressesprecherin
Leiterin Ukom
Tel.: 06221 56-5052
Fax: 06221 56-4544
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