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Nummer: 2018/19 vom 22.02.2018

Am 3. März ist "Tag des Hörens"

Am Tag des Hörens am 3. März in der Universitäts-HNO-Klinik informieren die Experten u.a. über Cochlea Implantate für Kinder und Erwachsene.
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Therapie bei Schwerhörigkeit, Tinnitus und Schwindel, moderne Rehabilitationskonzepte bei Cochlea Implantat und Erfahrungsberichte: Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg lädt von 10 bis 16 Uhr zu Information und Mitmach-Aktionen rund ums Hören ein


Am Samstag 3. März 2018, dreht sich beim "Heidelberger Tag des Hörens" alles um Probleme mit dem Gehör sowie das Leben mit einer Hörbehinderung. Von 10 bis 16 Uhr informieren die Experten der Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg, des Deutschen Zentrums für Musiktherapieforschung (DZM), des Hör-Sprachzentrums Heidelberg/Neckargemünd, Referenten aus ganz Deutschland sowie Betroffene im Hörsaal der Universitäts-Kopfklinik (Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg). Themen sind unter anderem aktuelle Behandlungsmöglichkeiten bei Tinnitus und Drehschwindel (Morbus Menière), der Versorgung mit Hörgeräten bei verschiedenen Hörstörungen sowie moderne Rehabilitationskonzepte nach Versorgung mit einer elektronischen Innenohrprothese, dem Cochlea Implantat (CI) - insbesondere unter Einbezug einer speziellen Musiktherapie, wie sie derzeit von DZM und Universitäts-HNO-Klinik im Rahmen einer Studie angeboten wird. Die Besucherinnen und Besucher erfahren, warum das Hörvermögen für die Sprachentwicklung bei Kleinkindern so wichtig ist und wie unser Gehirn Klänge überhaupt verarbeitet. Der Präsident des Deutschen Schwerhörigenbunds e.V, Dr. Harald Seidler, wird einen Überblick über die Möglichkeiten der Selbsthilfe geben.

 

Die interessierte Bevölkerung, Schwerhörige, CI-Träger und Eltern schwerhöriger Kinder sind herzlich zu Kurzvorträgen, Erfahrungsberichten, persönlichem Austausch und Workshops mit Klangerfahrung eingeladen. Die Vorträge werden von Schrift- und Gebärdensprachdolmetschern unterstützt, eine FM-Anlage sichert eine optimale Sprach- und Tonübertragung.

 

Informationen über Musiktherapie "MusiCI" und das CI-Rehabilitationszentrum

 

Für viele CI-Träger stellt das Hören von Musik eine große Herausforderung dar, der Musikgenuss stellt sich meist erst nach längerem "Hörtraining" wieder ein. "Allerdings kann eine Musiktherapie bereits in der Früh-Rehabilitation nach einer CI-Implantation das Sprachverstehen fördern", erklärt Professor Dr. Dr. h.c. Peter K. Plinkert, Ärztlicher Direktor der Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg. "Patienten sollten sich daher nicht davon abschrecken lassen, dass sich die Klänge anfangs so gar nicht nach Musik anhören." Derzeit wird die an HNO-Klinik und DZM entwickelte Musiktherapie "MusiCI" speziell für CI-Träger im Rahmen einer Studie auf ihre Wirksamkeit hin geprüft. Dieses Hörtraining basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und zielt zunächst nicht auf das "Musik-Hören" an sich ab, sondern soll vor allem das Erkennen von Stimmen und Satzbetonungen, Hören bei Alltagsgeräuschen oder z.B. auch von Radio und Fernsehen erleichtern. Dem Musizieren selbst sind beim Tag des Hörens mehrere Workshops gewidmet. Sie zeigen: Mit Motivation, Ausdauer und professioneller Anleitung ist Musikgenuss auch mit CI möglich.

 

Die Universitäts-HNO-Klinik ist von den Krankenkassen als ambulantes Rehabilitationszentrum für Träger eines Cochlea Implantats zugelassen. Patienten profitieren von einer umfassenden Versorgung "unter einem Dach" - von der Diagnostik über die Implantation und ambulanten Rehabilitation bis hin zur lebenslangen Nachsorge. Die Patienten werden von einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Audiologen, Logopädinnen, Musiktherapeuten, Psychologen und Audiotherapeuten betreut. Die therapeutischen Angebote - darunter spezielles Hörtraining, audiotherapeutische Beratung und Gruppentherapie sowie Musiktherapie in Zusammenarbeit mit dem DZM -  werden beim Tag des Hörens vorgestellt.

 

Mit einem Cochlea Implantat, das Töne in elektrische Signale umwandelt und an das Innenohr weitergibt, können selbst hochgradig schwerhörige sowie ein- oder beidseitig ertaubte Menschen wieder hören lernen. Doch dieses Hören unterscheidet sich, anders als beim klassischen Hörgerät, stark vom natürlichen Gehör. CI-Träger müssen das Hören und Verstehen erst wieder erlernen.

 

Weitere Informationen im Internet:

Flyer Tag des Hörens 2018: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/hno/Veranstaltungen/2018/Tag_des_Hoerens_2018.pdf

 

Termine und Veranstaltungen der Universitäts-HNO-Klinik: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Termine.115521.0.html

 

Cochlea-Implantat: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Cochlea-Implantat.115164.0.html

CI-Rehabilitationszentrum Heidelberg: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/CI-Rehabilitationszentrum-Heidelberg.114895.0.html


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