Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

 

Promotion in Geschichte und Ethik der Medizin

 

Gewöhnlich werden historische und ethische Dissertations-themen zur Erlangung des Grades eines Dr. med./Dr. med. dent. nicht ausgeschrieben, sondern gemeinsam mit den Interessent*innen entwickelt. Diese melden sich bei den möglichen Betreuer*innen entweder mit einem eigenen Themenvorschlag oder mit dem generellen Anliegen einer Promotion – in beiden Fällen sollte das Thema möglichst mit den Forschungsinteressen am Institut in Zusammenhang stehen.

 

Promotionen im Bereich der Medizingeschichte

Historische Forschungsschwerpunkte am Institut sind Pflege-geschichte, Medizin und Geschlecht, Medizin und Prävention, Geschichte der Public Health, Reproduktive Gesundheit, Frauengesundheitsbewegung, Aktivismus und Medizin, Medizin und neue soziale Bewegungen, visuelle und materielle Kulturen der Medizin und Wissenschaften, Medizin und Forschung im Nationalsozialismus, Forschung am Menschen im 19. und 20. Jahrhundert, Medizin und Politik, Wissenschaftsakademien, Medizin der Frühen Neuzeit in Italien und im deutschen Sprachraum. Unter den medizinischen Fächern stehen besonders Kinder- und Jugendmedizin, Genetik, Gynäkologie, Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik im Vordergrund. Generell gilt, dass keine Themen zur antiken und mittelalterlichen Medizin vergeben werden, jedoch sind Themenvorschläge ab der Epoche der Frühen Neuzeit willkommen.

 

Promotionen im Bereich der Medizinethik

Die Medizinethik befasst sich mit aktuellen ethischen Fragen im Bereich des Gesundheitswesens, der biomedizinischen Forschung sowie der klinischen und ambulanten Versorgung von Patient*innen. Die Dissertationsthemen sind individuell mit der fachlichen Ansprechpartnerin (Dr. Nadia Primc) abzustimmen und idealerweise an die fachspezifischen Interessen der Promovierenden angelehnt, so dass die Promotion den Kandidat*innen zugleich als inhaltliche Vorbereitung auf die spätere berufliche Tätigkeit dient. Eine Promotion im Bereich der Medizinethik setzt die Bereitschaft voraus, sich zusätzlich zu den medizinisch-fachlichen Aspekten in die Methoden geisteswissenschaftlichen Arbeitens und die theoretischen Grundlagen ethischen Argumentierens einzuarbeiten.

 

Voraussetzungen für die Annahme als Doktorand*in

Für die Annahme als Doktorand*in im Bereich der Medizinethik und Medizingeschichte ist das Verfassen eines mehrseitigen Exposés Voraussetzung. Das Exposé soll das in einem persönlichen Vorgespräch umrissene Dissertationsthema zu einer konkreten Fragestellung zuspitzen und die zu bearbeitenden Teilbereiche identifizieren. Das Exposé ermöglicht eine Ein-schätzung der Geeignetheit der Interessent*innen für geistes-wissenschaftliches Arbeiten und das Verfassen von schriftlichen Texten. Zudem wird von den Promovierenden die Teilnahme an der vom Institut angebotenen Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten gefordert, im Bereich Medizinethik lediglich an dem allgemein einführenden Teil dieser Veranstaltung. Für beide Fachgebiete wird jeweils ein Kolloquium für Promovierende angeboten, deren Besuch erwartet wird. In der Medizinethik wird zudem ggf. die Teilnahme an weiteren medizinethischen Veranstaltungen empfohlen. 

 

 

Dissertationen Institut für Geschichte und Ethik der Medizin unter: http://dissmed.ub.uni-heidelberg.de/

 


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