Institut für Geschichte und Ethik der Medizin


Dr. med. Maike Rotzoll

Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 327

69120 Heidelberg

maike.rotzoll@histmed.uni-heidelberg.de

Tel.: +49(0)6221 548968

 

 

 

 

 

Vita

Akademische Direktorin, Fachärztin für Psychiatrie und Medizinhistorikerin. Studium in Lübeck, Florenz und Heidelberg. 1994 Promotion im Fach Medizingeschichte bei Prof. Dietrich von Engelhardt/Lübeck über den Renaissancemediziner Pierleone da Spoleto. 1991-2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klinik für Allgemeine Psychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg, Facharztprüfung 1998.
2002-2005 Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt zur NS-„Euthanasie“-Aktion „T4“.

Seit 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 2008 Akademische Rätin, 2009 Akademische Oberrätin, 2020 Akademische Direktorin. Habilitation 2014 zum Thema „Gefährdetes Leben. Eine kollektive Biografie von Langzeitinsassen psychiatrischer Anstalten bis zur nationalsozialistischen ‚Euthanasie’-Aktion ‚T4’“. Mitgestaltung der 2014 eröffneten Dauerausstellung des nationalen „Gedenk- und Informationsortes für die Opfer der nationalsozialistischen ‚Euthanasie’-Morde“ im Rahmen des DFG-Projektes „Erinnern heißt gedenken und informieren. Die nationalsozialistische „Euthanasie“ und der historische Ort Berliner Tiergartenstraße 4“. Mitglied im Heidelberger Exzellenzcluster „Asia and Europe in a Global Context“.

 

Ausführliches Curriculum vitae als pdf-Download



Forschungsschwerpunkte

  • Medizin der Frühen Neuzeit
  • Psychiatriegeschichte im 19. und 20. Jahrhundert
  • Medizin im Nationalsozialismus
  • Kunst aus psychiatrischem Kontext
  • Arzneimittelprüfungen im 20. Jahrhundert
  • Kollektive Biographie in der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte
  • Transkulturelle Aspekte der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte


Aktuelle Forschungsprojekte

„Wissenschaftliche Aufarbeitung des Leids und Unrechts, das Kinder und Jugendliche in den Jahren 1949 bis 1975 (BRD) bzw. 1949 bis 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Einrichtungen erfahren haben“, BMAS/Stiftung Anerkennung und Hilfe, 2017-2020, Verbundprojekt (Leitung Prof. Dr. Heiner Fangerau, Düsseldorf), Projektleitung Standort Heidelberg Prof. Dr. med. (apl.) Maike Rotzoll, Projektmitarbeiter Dr. phil. Christof Beyer, http://www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de/DE/Aufarbeitung/aufarbeitung.html.



Ausgewählte Publikationen

  • Hohnholz, S; Röske, T, Rotzoll, M (Hg.) (2019). Uniform und Eigensinn. Militarismus, Weltkrieg und Kunst in der Psychiatrie. Heidelberg: Wunderhorn.
  • Parzer, R; Rotzoll, M; Schulze, D (2019). Die besetzte Anstalt. Die Psychiatrie in Kocborowo/Konradstein (Polen/Westpreußen) und ihre Opfer im Zweiten Weltkrieg. Köln: Psychiatrie Verlag.
  • Rotzoll, M; Lilienthal, G; Beyer, C; Dietz, A; Brünger, M (2018). Der regional vernetzte Krankenmord. Die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster in Verbindung mit Baden, Bayern, Elsass und Lothringen (Berichte des Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation, Bd. 12). Köln: Psychiatrie Verlag.
  • Rotzoll, M (2017). Zeichen des Unerledigten? Nationalsozialismus und Familiengedächtnis in Medizin, Gesellschaft und Geschichte. Anmerkungen zu dem Aufsatz „Der Hygieniker Dr. med. Karl Roelcke (1907-1982). Familienbiographische Ergänzungen“ von Florian Mildenberger in „Medizin, Geschichte und Gesellschaft“ (2016), in: Medizinhistorisches Journal 52, 352–362.
  • Rotzoll, M; Grüner, F (2016). Emil Kraepelin and German Psychiatry in multicultural Dorpat/Tartu, 1886–1891, in: TRAMES – Journal of the Humanities and Social Sciences published by the Estonian Academy of Sciences and Tartu University 20, 351–367.

Ausführliches Publikationsverzeichnis mit Vorträgen als pdf-Download



Mitgliedschaften

GWMT – Gesellschaft für die Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik e. V.

Fachverband Medizingeschichte

Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation

DGKJ – Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (Historische Kommission)

DGPPN – Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie (Referat Geschichte, Kommission für die Geschichte der Psychiatrie nach dem 2. Weltkrieg)

Wissenschaftlicher Beirat „Gründungsgeschichte der DGPT (Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie)“

Wissenschaftlicher Beirat zur Neugestaltung der Dauerausstellung der Gedenkstätte Hadamar

Fachbeirat zur Neukonzeption der „Gedenkstätte Prosektur“ in Kaufbeuren-Irsee

Ausschuss für Gedenkarbeit Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie Klingenmünster

Heidelberger Geschichtsverein (Vorstand)

Freunde der Sammlung Prinzhorn (1. Vorsitz)



Funktionen

Promotionsausschuss Medizinische Fakultät Heidelberg