Studium an der Medizinischen Fakultät

Die Sozietät Jaspers

Karl Jaspers

In fast allen Abschnitten Ihres Studiums werden Sie mit neurologischen, psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbildern konfrontiert. Solche Erkrankungen nehmen in den alternden Industriegesellschaften zunehmenden Raum ein – entsprechend wächst ihre Bedeutung in Forschung und Klinik. Eine Besonderheit dieses großen Themengebietes ist die enorme Vielfalt von Perspektiven und Zugängen. Die relevanten Fachgebiete reichen von der molekularen Neurophysiologie bis zur Psychotherapie und sogar Philosophie.

 

In der Jaspers-Sozietät –benannt nach dem Heidelberger Philosophen und Psychiater Karl Jaspers (1883-1969) –wollen wir uns mit dieser Vielfalt von Perspektiven auseinandersetzen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rolle des Gehirns und auf dem Verhältnis zwischen Hirnforschung und nicht-biologischen Zugängen zur Psyche und ihren Störungen. Welche Rolle spielt die moderne Hirnforschung für das Verständnis neuro-psychiatrischer Erkrankungen? Welche Chancen ergeben sich aus ihren Fortschritten? Welche Grenzen hat sie und wie kann sie mit alternativen Zugängen in einen fruchtbaren Dialog kommen?

 

Das Seminar bewegt sich somit im Spannungsfeld von Neurobiologie, Psychologie, Psychiatrie, Wissenschaftstheorie und Philosophie. Diesem interdisziplinären Ansatz entsprechend wird die Sozietät zugleich als Marsilius-Seminar ausgerichtet, zu dem Studierende aller Fächer Zugang haben. Zu speziellen Themen werden wir Gastdozenten einladen, aber auch selbst versuchen, uns anhand ausgewählter Texte den aufregenden und ungelösten Fragen der Hirnforschung und des Menschenbildes zu nähern.

 

Über das Seminar hinaus...»


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