Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

Diathek

⇒ Abbildung: Diathek, © Karen Nolte 2020


Die Diathek des Instituts umfasst z.Zt. ca. 10.000 Diapositive zu den Bereichen der Medizingeschichte, die seit der Gründungsphase bis zur Einführung von Powerpoint-Präsentationen in den 1990er Jahren gelehrt wurden. Die Erschließung der Bestände erfolgte durch die chronologisch-systematische Aufstellung und zusätzlich durch einen Schlagwortkatalog. Die Ausleihe einzelner Dias ist nach Rücksprache möglich.

Der thematische Schwerpunkt der Diathek liegt im lateinischen, arabischen und byzantinischen Mittelalter und entspricht damit den Forschungsinteressen des Institutsgründers und langjährigen Direktors Prof. Dr. Heinrich Schipperges. Zu nennen sind aus diesem Bereich etwa Dias zu Hildegard von Bingen (12. Jahrhundert) sowie Buchillustrationen aus den „Belles Heures des Jean Duc de Berry“ (15. Jahrhundert) oder dem Nürnberger Hausarzneibuch (15. Jahrhundert). Daneben existieren auch reiche Bestände zur griechisch-römischen Antike, zu den frühen außereuropäischen Hochkulturen (Indien, Japan, China, Altamerika) und zur Paläopathologie. Bis Ende des 20. Jahrhunderts wurden unter Institutsdirektor Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart besonders die neuzeitlichen Bestände von der Renaissance bis zur Gegenwart mit den Schwerpunkten Nationalsozialismus, Medizin und Krieg sowie Tropenmedizin ausgeweitet. Neben dem chronologischen Teil enthält die Sammlung auch eine systematische Abteilung, in der die Dias nach ihrer Zugehörigkeit zu den medizinischen Disziplinen (Anatomie, Physiologie, Pathologie, Pharmakologie, Innere Medizin, Chirurgie usw.) aufgestellt werden. Umfangreiche Bestände zur Hospitalgeschichte und eine große Porträtsammlung ergänzen diese Abteilung. Die Diapositive stellen zum größten Teil Reproduktionen aus Druckwerken dar. Neben Porträts werden besonders Kupferstiche, Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Karikaturen, Instrumente, Gebäude und medizinische Szenen abgebildet.

 

 

 


⇒ Abbildung: Diathek, Detail, © Birgit Nemec 2020