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Block II - Chirurgie

 

 

1. klinisches Jahr, Durchführung 2x im Jahr, Winter- und Sommersemester

Dauer: 14 Wochen

ECTS-Credits: 30

Unterrichtssprache: Deutsch

 

Lehrkoordination:

PD Dr. med. André Mihaljevic, M. Sc.

Dr. med. Susanne Frankenhauser

Lehrsekretariat:

Dr. med. dent. Sabrina Schürer

Chirurgische Univ-Klinik, INF 105, EG, Raum 0.16

Tel.: 56-4813

Funda Bösel

Moro-Haus, INF 155, OG, Raum 1.26

Tel.: 56-6463

Karin Weber, PJ-Studentensekretariat (Famulaturen)

Chirurgische Univ-Klinik, INF 105, 1. OG, Raum 1.06

Tel.: 56-6144
 

chirurgie.heicumed@med.uni-heidelberg.de

  1. Inhalte der Lehrveranstaltung
    Der Chirurgische Block besteht aus der Querschnittswoche und 7 fachbezogenen Modulen. Des Weiteren sind die 5 Querschnittsbereiche Notfallmedizin, klinisch pathologische Konferenz (KPK) und Rehabilitation, physikalische Medizin und Naturheilverfahren, Palliativmedizin und Schmerzmedizin integriert.
    Jedes fachbezogene Modul dauert 1, 2 oder 3 Wochen.

    Diese Fachbereiche sind: Anästhesie, Gefäßchirurgie, Herzchirurgie, Thoraxchirurgie, Urologie, Viszeralchirurgie und das muskulo-skelettale Modul (Orthopädie, Traumatologie und Plastische Chirurgie). Aufgrund der thematischen Nähe des Faches Notfallmedizin zur Anästhesie findet dieser QB als eigenständiges Modul direkt im Anschluss zum Anästhesie-Modul statt.
    Die Gesamtdauer des Chirurgischen Blocks beträgt 14 Wochen. In der ersten Woche, der Querschnittswoche, geben wir Ihnen einen Überblick über die einzelnen Fachbereiche und vermitteln Ihnen in verschiedenen Praktika Fertigkeiten, die Sie im klinischen Alltag benötigen. Danach rotieren Sie 11 Wochen lang durch die fachbezogenen Module. Der Querschnittsbereich Notfallmedizin wird jeweils im Anschluss an das Anästhesiemodul unterrichtet. Die Querschnittsbereiche Klinisch-Pathologische Konferenz, Palliativmedizin und die Schmerzmedizin begleiten Sie als longitudinale Veranstaltungsreihe das ganze Semester hindurch.
    Der Fachbereich Rehabilitation, physikalische Therapie und Naturheilverfahren wird zu unterschiedlichen Zeitpunkten des chirurgischen Blocks unterrichtet. Die Inhalte der Rehabilitationsme
    dizin und physikalischen Medizin sind in die einzelnen Chirurgie-Module integriert, sodass Indikationen für diese Maßnahmen sinnvoll nachvollzogen werden können. Der Teilbereich Naturheilverfahren ist in die erste Semesterwoche (Querschnittswoche) integriert.

     
     
  2. Ziele der Lehrveranstaltung
    HeiCuMed steht für einen innovativen Ansatz, Studierende während ihrer klinischen Semester auf ihre Arbeit als zukünftige Ärzte vorzubereiten. Die künftigen Mediziner erwerben ihr Wissen durch praxisnahes interdisziplinäres Arbeiten, ausgehend vom Beschwerdebild des Patienten, anstatt umgekehrt zu versuchen, ihr Faktenwissen auf den Kranken zu übertragen.
    Wir möchten Sie deshalb nicht mit reinem Spezialwissen oder detaillierten Operationstechniken überhäufen, sondern Ihnen Handwerkszeug mitgeben, das es Ihnen unabhängig von Ihrem späteren Berufsfeld ermöglicht, das adäquate initiale Patientenmanagement eines chirurgischen Patienten zu leisten. Dazu gehören vor allem manuelle Untersuchungstechniken, gezielte Anamnesetechniken - auch in Notfallsituationen -, fallbasierte diagnostische Algorithmen und Übungen zum Erkennen und Bewäl¬tigen von Notfallsituationen. Das ist ein hochgestecktes Ziel, das auch von Ihnen Einsatz erfordert, der sich aber lohnt.
  3. Voraussetzungen
    Die Studierenden müssen den vorklinischen Abschnitt und den Propädeutischen Block abgeschlossen haben.
  4. Lehr- und Lernmethoden
    • Der Unterricht findet sowohl in Plenarveranstaltungen (Leitsymptomvorlesung, KPK, Vorlesungen der Propädeutikwoche und der Querschnittsbereiche Palliativmedizin und Rehabilitation, physikalische Medizin und Naturheilverfahren) als auch in einzelnen Gruppen (Seminare und interdisziplinäre Seminare) und Kleingruppen (PoL, Bedside Teaching, MediKIT, Skills Lab) statt.
      Leitsymptomvorlesungen finden das ganze Semester über täglich (eine Vorlesung pro Tag) statt und sind wochenweise zu Themenblöcken gruppiert.
      Im Anschluss teilen sich die Studierenden in die Modulgruppen auf und besuchen die Unterrichtsveranstaltungen der einzelnen fachbezogenen Module.
      Innerhalb der Module sind die Studierenden häufig in weitere Kleingruppen unterteilt. In diesen Kleingruppen werden sie in PoL, MediKIT, beim Bedside Teaching oder im Skills Lab unterrichtet.
    • PoL (Problem orientiertes Lernen): An Hand von klinischen, Papier basierten Fällen erarbeiten die Studierenden selbstständig Problemlösungsstrategien. 
    • MediKIT: Mit Hilfe von Schauspielerpatienten (standardisierten Patienten) üben die Studierenden ihre kommunikativen Fertigkeiten, erheben Anamnesen, klären Standardpatienten auf oder teilen schlechte Nachrichten mit und erhalten Feedback.
    • Bedside Teaching: In Gruppen von max. 3-4 Teilnehmern üben die Studierenden Anamneseerhebung und körperliche Untersuchung am Patienten. Außerdem sollen sie mit Hilfe des Dozenten ihr theoretisches Wissen in den klinischen Kontext einordnen.
    • Skills Lab: Jeder Fachbereich unterrichtet die Studierenden in verschiedenen praktischen Fertigkeiten (wie z.B. körperliche Untersuchungstechniken, Nähen, Knoten, Katheterisierung, Befundung von Röntgenbildern).
    • Klinisch-pathologische Konferenz: Für die klinisch-pathologische Konferenz arbeitet eine kleine Studierendengruppe einen realen Fall im Hinblick auf Klinik und Pathologie auf und präsentiert diesen dem Plenum. Im Anschluss daran wird der Fall kritisch diskutiert.
  5. Prüfungsform
    Der fachübergreifende Leistungsnachweis des Chirurgischen Blocks setzt sich aus einer schriftlichen Klausur und einer mündlich-praktischen Prüfung zusammen. Die schriftliche Klausur besteht aus verschiedenen "Multiple Choice" - Fragetypen, bei der mündlich-praktischen Prüfung handelt es sich um einen "Objective Structured Clinical Examination" (OSCE).  Beide tragen zu je 50% zur Benotung des fachübergreifenden Leistungsnachweises bei und bilden die Fachbereiche Anästhesie, Gefäßchirurgie,  Herzchirurgie, Pathologie, Radiologie, Orthopädie, Plastische Chirurgie, Thoraxchirurgie, Traumatologie, Urologie und Viszeralchirurgie ab.
    Der Leistungsnachweis Notfallmedizin wird über eine eigene, Computer basierte Klausur
    erbracht, die fallbasierte Fragen im "Long Menue" Format beinhaltet (60% des Leistungsnachweises). Daneben tragen eine "Mini Praktische  Prüfung" am Ende des Moduls Notfallmedizin und die Mitarbeit im Modul zu 30% bzw. 10% zur Benotung bei.
    Der Leistungsnachweis Rehabilitation, physikalische Medizin und Naturheilverfahren ist in 2 Teile getrennt: Die Prüfung des Teils Naturheilverfahren wird über eine eigene "Multiple Choice"-Klausur erbracht, diese zählt zu 40% in die Endnote des Leistungsnachweises. Der Prüfungsteil Rehabilitation und physikalische Medizin ist in die schriftliche MC-Klausur der Chirurgie integriert und zählt 60% in die Endnote des Leistungsnachweises. Beide Teilbereiche müssen seperat bestanden werden.

    Schmerz: Der Leistungsnachweis Schmerzmedizin kann erstmals im SS 2015 nach Besuch von Block I+II+III abgelegt werden. Die schriftliche Klausur besteht aus MC- und K-Prim-Fragen und trägt zu 100% zur Note des Leistungsnachweises bei. Die Prüfungsorganisation läuft über das Lehrsekretariat von Block II.



     
     
  6. Empfohlene Literatur
    • Intensivkurs Chirurgie; Souza-Offtermatt u.a., Urban&Fischer
    • Chirurgie; Siewert, Springer
    • Chirurgie; Berchtold et al., Urban&Fischer
    • Chirurgie; Henne-Bruns et al, Thieme
    • Kurzlehrbuch Chirurgie, Schumpelick et al, Thieme
    • Praxis der Chirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie; Lippert et al, Thieme
    • Crashkurs Chirurgie; Müller et al, Urban&Fischer
    • Checkliste Chirurgie ; Largiadér et al, Thieme
    • Chirurgie in Frage und Antwort ; Vogel, Urban&Fischer
    • Fallbuch Chirurgie; Eisoldt, Thieme
    • Klinikleitfaden Chirurgie; Hasse et al, Urban&Fischer
    • Klinikleitfaden Orthopädie; Breusch et al, Urban&Fischer

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