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Prof. Dr. Jessica Hassel mit dem Deutschen Krebspreis ausgezeichnet

Portrait von Prof. Dr. med. Jessica Hassel

Professorin Dr. Jessica Hassel, Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg sowie Leiterin des Hauttumorzentrums an Universitätsklinikum und Nationalem Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist Preisträgerin in der Kategorie „Klinische Forschung“. Das hat die Deutsche Krebsgesellschaft bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet am 19. Juni 2026 in Berlin statt.

Die Dermatologin Prof. Dr. Jessica Hassel, Leiterin des Hauttumorzentrums an Universitätsklinikum und Nationalem Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, die seit einigen Jahren zu den weltweit meistzitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zählt, erhält den Deutschen Krebspreis in der Kategorie „Klinische Forschung“. Mit ihrem Team führte sie international beachtete Studien zu Immun- und Kombinationstherapien bei fortgeschrittenem Melanom durch und bereitete neuen Therapien den Weg in die Anwendung.

Der Preis der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebsstiftung zählt zu den höchsten Auszeichnungen in der Onkologie und wird jährlich in den Sparten „Klinische Forschung“, „Translationale Forschung“, „Experimentelle Forschung“ und „Versorgungsforschung“ vergeben. Ihre Arbeiten sind herausragende Beispiele dafür, dass langjährige und intensive Forschung am Universitätsklinikum Heidelberg dieses Spektrum an Krebserkrankungen sowohl erfolgreich behandelt als auch zukunftsweisend zum Nutzen für die Patientinnen und Patienten bearbeitet.

Die Gleichstellungsbeauftragten gratulieren sehr herzlich zu dieser wichtigen und hoch verdienten Auszeichnung.

Neuartige Immuntherapien und patientenzentrierte Forschung bei Hautkrebs

Professorin Jessica Hassel engagiert sich erfolgreich in der Entwicklung neuer Therapieansätze für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Hautkrebs sowie für eine patientenzentrierte Versorgung in der Dermatoonkologie. Ihre Schwerpunkte sind klinische Studien zum Einsatz innovativer Immuntherapien. So hat Prof. Hassel unter anderem dazu beitragen, Therapien mit „Krebsimpfstoffen“, die das Immunsystem im Kampf gegen den Hautkrebs unterstützen, oder mit dem bispezifischen Wirkstoff Tebentafusp zu entwickeln und zu prüfen. Tebentafusp kommt in der Behandlung bei Melanomen im Auge zum Einsatz. Es koppelt Tumorzellen mit bestimmten Immunzellen, die daraufhin die Krebszellen zerstören. Die Dermatologin etablierte zudem neue „Liquid Biopsy“-Methoden, bei denen bestimmte Krebsmarker im Blut gemessen werden, um den Therapieverlauf zu kontrollieren Ein besonderes Anliegen von Prof. Hassel ist es, Patientinnen und Patienten bei schwierigen medizinischen Entscheidungen mit entsprechend aufgearbeiteten Informationen zu unterstützen. Dazu entwickelte und prüfte sie Online-Entscheidungshilfen für Menschen mit fortgeschrittenem Hautkrebs. Das Angebot steht allen Betroffenen kostenfrei im Internet zur Verfügung.

 

 

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