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Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung am Standort Heidelberg/Mannheim

Wissenschaftliche Erkenntnisse schnell von der Grundlagenforschung in die medizinische Praxis zu bringen – das ist das Ziel der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG). Die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie den Ländern geförderten Zentren vernetzen Grundlagenforscher:innen und Kliniker:innen, um die bedeutendsten Volkskrankheiten wirksam zu bekämpfen.

Der Standort Heidelberg/Mannheim bündelt wissenschaftliche Expertise über Fach- und Institutionsgrenzen hinweg. Denn nur durch den Austausch von Wissen, Methoden und Perspektiven lassen sich komplexe Krankheitsbilder ganzheitlich verstehen und innovative Therapien entwickeln. Um dies zu erreichen, engagieren sich Forschende der beiden Medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg, der Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim, der Thoraxklinik, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) und des Zentralinstituts für seelische Gesundheit (ZI) in sechs DZG für die Gesundheit der Gesellschaft.

Kontakt:

Dr. rer. nat. Anja Köhler


06221 56-311150


DZIF - Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Der DZIF Standort Heidelberg vereint Mitarbeitende der Universität Heidelberg, des Universitätsklinikums Heidelberg und des DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum). Heidelberg leistet wichtige translationale Beiträge zur Forschung des DZIF, wie die Entdeckung und Entwicklung von Therapeutika, Impfstoffen und Diagnostika. Vertreten sind die Forschungsbereiche: Neu auftretende Infektionen, Hepatitis, Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen, Tuberkulose, Malaria und vernachlässigte Tropenkrankheiten, Infektionen des immungeschwächten Wirtes und HIV. Heidelberg koordiniert mehrere Bereiche, engagiert sich in Brückenthemen und verfügt über bedeutende Infrastrukturen wie die DZIF-Gewebebank und eine Einheit zur Mikroskopie unter Hochsicherheitsbedingungen. 

DZL - Deutsches Zentrum für Lungenforschung

Das Translational Lung Research Center Heidelberg ist Partner im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL). Das TLRC verbindet klinische und experimentelle Expertise der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, des Heidelberger Universitätsklinikums, der Thoraxklinik, dem Deutschem Krebsforschungszentrum und EMBL. Gemeinsam erforschen wir Ursachen, Diagnostik und Therapie chronischer und maligner Lungenerkrankungen. Moderne Technologien – von Multi-Omics über KI-gestützte Bildgebung bis zu präklinischen Modellen – unterstützen die Entwicklung personalisierter Ansätze. Frühklinische Studien sichern den Transfer in die Patientenversorgung. Gezielte Nachwuchsförderung und die Einbindung internationaler Kooperationspartner stärken den wissenschaftlichen Austausch.

DZHK - Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung

Der Standort Heidelberg/Mannheim ist einer von derzeit 6 Standorten im Deutschen Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK). Zum lokalen Verbund unter der Leitung des Standortsprechers Prof. Dr. Norbert Frey gehören das Universitätsklinikum Heidelberg, die Universitätsmedizin Mannheim, die Universität Heidelberg sowie das Europäische Molekularbiologische Labor (EMBL). Mehr als 600 erfahrene und junge Wissenschaftler aus Klinik, Grundlagenforschung sowie Bioinformatik forschen in aktuell mehr als 80, meistens interdisziplinären Projekten, an den Ursachen, neuen diagnostischen Methoden sowie innovativen Therapien Herz-Kreislauferkrankungen. Der Fokus des Standortes Heidelberg/Mannheim liegt in der Erforschung von Kardiomyopathien und Ionenkanalerkrankungen, die eine der Hauptursachen der vor allem in der westlichen Welt dramatisch zunehmenden Herzinsuffizienz darstellen. Dazu stehen den Wissenschaftlern exzellent charakterisierte klinische Patientenkohorten sowie modernste Technologien und Infrastrukturen der lokalen Verbundpartner, aber auch des gesamten DZHK, zur Verfügung.

DKTK - Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung

Das Deutsche Krebsforschungzentrum (DKFZ) ist das Kernzentrumdes Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) und bildet gemeinsam mit dem NCT Heidelberg das lokale DKTK Translationszentrum. Forschung am Translationszentrum Heidelberg fokussiert derzeit auf fünf Schwerpunktthemen: Daten-getriebene molekulare Stratifizierung integriert Biomaterialien aus Präzisionsonkologie-Programmen mit fortschrittlichen Multi-Omics-Analysen, um prognostische Marker und neue therapeutische Zielstrukturen zu identifizieren. Die Aktivitäten sind eng verknüpft mit dem Schwerpunkt Innovative Therapien, um molekulare und immunologische Erkenntnisse in neue Behandlungsformen zu übertragen, sowie mit Reverse Translation, welche neue klinische Fragestellungen zur weiteren Abklärung zurück in die Forschung führt. Präzisionsonkologische Diagnostik konzentriert sich auf innovative molekulare Analysemethoden und die frühe Implementierung neuer Technologien. Der Bereich Prävention zielt darauf ab, personalisierte und kosteneffiziente Ansätze zur Krebsprävention zu entwickeln.

DZPG - Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit

Das DZPG verfolgt das Ziel, die psychische Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern und das Stigma psychischer Erkrankungen abzubauen. Forschende arbeiten dabei eng mit Betroffenen, Angehörigen und internationalen Expertinnen und Experten zusammen. Gemeinsam entwickeln sie neue personalisierte Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung, mit der Bestrebung, dass Erkenntnisse den Menschen so rasch wie möglich zugutekommen. Am Standort Mannheim-Heidelberg-Ulm liegt der Fokus auf Risiko- und Resilienzfaktoren psychischer Erkrankungen, dem Einsatz von künstlicher Intelligenz, neuen psychotherapeutischen und biologischen Therapieansätzen und deren Kombination sowie auf Prävention in den Lebenswelten.

DZD - Deutsches Zentrum für Diabetesforschung

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